Sorgezeit und sorgende Gemeinden

Interessanter, tiefsinniger Brief von Prof. Dr. Andreas Heller (hat den Lehrstuhl für Palliative Care und Organisationsethik an der Karl-Franzens-Universität in Graz/Ö inne und befasst sich mit dem Übergang von versorgenden zu sorgenden Gesellschaften).

Corona war und ist ein tiefer Einschnitt in unser individuelles und kollektives Leben. Wir entdecken, wer wir sind. Und wir sehen immer mehr, wie wir nicht leben wollen: isoliert, auf sozialer Distanz, ohne Kontakt, ohne Berührung, ohne Umarmung. Unser individuelles Gesicht soll nicht auf Dauer durch Mundschutzpflicht unkenntlich sein. Wir wollen nicht als Nummer in den Statistiken der Coronaanalyse verschwinden, nicht auf apps „freiwillig“ digital verfolgt werden, unter kontrollierender Dauerbeobachtung stehen, die Zersprengung des Sozialen und unserer Freiheit erleben müssen. Die Corona-Krise war und ist mehr als eine Krise, die bekanntlich einen Anfang und ein Ende hat. Sie ist eine tiefgreifende Transformation unserer Weltgesellschaft.

Über diese tiefgreifende Transformation unserer Weltgesellschaftschreibt Prof. Andreas Heller in seinem Brief von "sorgenden Gemeinde". Sorgende Gemeinde

Empfehlungen für die seelische Gesundheit in Coronaviruszeiten

Frau Dr. Berenice Eicher hat in dieser besonderen Zeit Empfehlungen für die seelische Gesundheit in Coronaviruszeiten formuliert. In der Coronakrise, in der Zeit, in der laufend die Nachrichten verfolgt werden und man soziale Kontakte minimieren soll oder häusliche Quarantäne einhalten muss, kommt es bei vielen Menschen zu seelischen Symptomen.

  • Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen
  • Limitierung bei COVID-19-Nachrichten
  • Selbstfürsorge
  • Kontakte aufrecht erhalten und Unterstützung im Umfeld anbieten
  • Gefühle anerkennen
  • Für Kinder Zeit nehmen und über die Situation sprechen
  • Professionelle Unterstützung holen

Die vollständigen Empfehlungen können Sie hier nachlesen: Empfehlungen für die seelische Gesundheit von Frau Dr. Berenice Eicher

 

Vortrag von Ingrid Egger, MSc

Der Einfluss des Coronavirus auf unser Zusammenleben.

Zusammenhalt und Ehrenamt als soziale Schutzmaßnahme.

War das Thema von Ingrid Egger, MSc  (Psychotherapeutin für Systemische Familientheraphie) aus Doiber-Berg. Im Rahmen des Gottesdienstes des "Festum Martini Novum" am 15.11.2020 in der Pfarrkirche St. Martin a.d.Raab. 

"Als Psychotherapeutin für Systemische Familientherapie gibt es einige Grundgedanken, welche mich sowohl persönlich wie auch beruflich leiten.

Einer davon ist der Gedanke, dass es nicht die widerfahrenen Ereignisse als solche sind, die unser Leben bestimmen, sondern die Geschichten, die wir uns darüber schlussendlich erzählen und daraus folgend, was wir aus den gegebenen Umständen machen". ....... Siehe unter Vortrag von Ingrid Egger, MSc

St. Martin a.d.Raab 2030 - Dorfentwicklungsleitbild

 

Am 30. September 2020 fand in der Martinihalle das 3. und außerordentliche Kernteamtreffen – Re-Start Workshop zu unserem Dorfentwicklungsleitbild statt.

 Zuerst wurden die in den beide ersten Kernteamtreffen erarbeiteten „Zukunftsthemen“ auf Basis der Covid-19 Erfahrungen besprochen und überarbeitet.  Folgende Themenbereiche wurden besprochen:

  •  Bereich „Soziales“ (Nachbarschaftshilfe neu – Plattform für Ehrenamtliche, Gut und glücklich alt werden, ….)
  • Bereich „Ökologie, Energie, Klima, Mobilität“ (Erste energieautarke Gemeinde im Bezirk Jennersdorf, Ausbau der Mobilität, Ökologie und Nachhaltigkeit bei Veranstaltungen, …)
  • Bereich „Wirtschaft, Digitalisierung, Tourismus, Landwirtschaft, Arbeit“ (Goldener Boden für Handwerk und Dienstleistungen, Unsere Spezialitäten aus St. Martin, …)
  • Bereich „Ortsbild, kommunale Infrastruktur“ (Unser Ortsbild im Jahr 2030, Marke und Alleinstellungsmerkmal für St. Martin a.d.Raab ….)

 

Erfahrungen aus Covid-19 sind, dass Nachbarschaftshilfe wieder an Bedeutung gewonnen hat. Jugendliche haben für ältere Menschen Besorgungen gemacht. Was Jugendliche in dieser Zeit begonnen haben, könnte sich zu nachhaltig bestehenden Diensten entwickeln.

„Regionalität von Produkten“ hat an Wertschätzung gewonnen.

Homeoffice ist für viele unserer Gemeindebürger zur Realität geworden.

Nach einer sehr konstruktiven Diskussion einigten wir uns, dass die drei Dorfabende auf Grund der in den kommenden Wochen nicht absehbaren Entwicklung der Covid 19 Maßnahmen erst im kommenden Jahr stattfinden werden.

Weiters hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit dem Projekt „VillageOffice“ beschäftigt. Immer mehr MitbürgerInnen arbeiten im Homeoffice und haben oft nicht die geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung. VillageOffice sind Gemeinschaftsbüros, welche z.B. stunden- oder tageweise GemeindebürgerInnen gegen geringer Miete zur Verfügung gestellt werden.

Vorteile von VillageOffice:

Flexibel und in der Nähe des Wohnorts arbeiten. Weniger pendeln, mehr Zeit für Familie, Freunde und Hobbies. Konzentriert in einem professionellen und inspirierenden Umfeld arbeiten, ohne das Arbeits- und Privatleben zu vermischen. Das ist möglich – in den VillageOffice. VillageOffice steigert das Wohlbefinden, entlastet die Verkehrsinfrastruktur, fördert den Austausch von Wissen, Ideen und Netzwerken, stärkt das Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl und kurbelt die lokale Wirtschaft an. 

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